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Schulleiter Lothar Weichel verabschiedet

 Gott zum GrußeAm Dienstag vor den Ferien kam schließlich der Tag, der sich in den vorangegangenen Wochen nicht nur durch die wachsende Anzahl gepackter Kartons angekündigt hatte: Schulleiter Lothar Weichel wurde nach 24-jähriger prägender Tätigkeit am Berufskolleg St. Michael in den Ruhestand verabschiedet. Der Morgen begann mit einer Ehrenrunde im offenen Mercedes-Cabriolet ums Rondell, wo sich die gesamte Schulgemeinschaft versammelt hatte. Auf ihren Fähnchen: das Konterfei ihres Schulleiters mit dem Spruch, mit dem er traditionell seine Durchsagen begann - „Gott zum Gruße!“

Nach dem anschließenden Gottesdienst in St. Elisabeth ging es dann in die Aula, wo Norbert Hüttmann und Jan Büchner kurzweilig durch das Programm mit zwölf Rednern führten, das zudem noch angereichert wurde durch eine Interpretation des „Herr der Ringe“-Themas durch Andreas Blechmann und Musikbeiträge der „St. Michael All Stars“, die sich extra zu diesem Anlass gegründet hatten.  All Stars

Dr. William Middendorf, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Bistum Münster, der auch die Entlassungsurkunde übergab, würdigte Lothar Weichel als Mann mit Respekt vor Tradition und Geschichte, aber auch mit innovativen Ideen. Bürgermeister Dr. Alexander Berger hob insbesondere Weichels engagiertes Wirken für die Erinnerungskultur in Ahlen hervor. Entlassungsurkunde

Sehr humorvoll verabschiedete die Arbeitsgemeinschaft der Schulleiterinnen und Schulleiter der Bischöflichen Berufskollegs ihren Kollegen. Zunächst kündigte deren Sprecher augenzwinkernd eine Biographie an: „Lothar Weichel – mein Leben als und auf der Schulleiter“. Anschließend wurden teils tiefsinnige Wortspiele zum Eintrag „Lothar Weichel BK St. Michael“ zum Besten gegeben, bevor mit dem umgetexteten Lied „Lola“ von den Kinks eine Hommage an „Lothar“ vorgetragen wurde. Gemeinschaft Schulleiter

Elternvertreter Dietmar Kupfernagel bedauerte, dass die Schule mit Lothar Weichel einen Alleskönner, Ideengeber und Motivator verliere. Die Schülervertretung verzichtete auf eine Rede, sondern überreichte - frei nach dem Motto „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ - dem sichtlich bewegten Schulleiter ein großes Porträt von sich, das aus Pixel-Fotos von Schülerinnen und Schülern, Kollegium und nicht-lehrendem Personal gestaltet war.

 SV FotoSchließlich hatte Lothar Weichel – wie immer – das letzte Wort. Er glaube nach wie vor an einen „christlichen Führungsstil“, an diesem habe er sich immer orientiert. Als roter Faden zog sich die besondere Bedeutung von Drei-Wort-Sätzen, wie „Ich liebe dich“ oder „Ich bin da“, durch seine Abschiedsrede. Bei seiner Einführung 1995 sei es der Satz „Wage doch Neues“ gewesen, jetzt bliebe ihm nur zu sagen: „Macht es gut. Ihr schafft das. Ich kann gehen. Jetzt ist Schluss.“ Seinem Nachfolger Jens Beckmann überreichte Weichel nicht nur das Rezept für die „Schulpflegschaftsbowle“, das er seinerzeit von seiner Vorgängerin Schwester Lucia erhalten hatte, sondern auch einen Taktstock als Symbol für dessen zukünftige Tätigkeit als Dirigent der Schule. Alter Neuer

Wenn Lothar Weichel unter dem letzten Programmpunkt „Musik“ das traditionelle Abschlusslied der Lehrerinnen und Lehrer erwartet hatte - auch dafür gehörte die Bühne ihm. Für ihn überraschend wurde ihm seine Gitarre in die Hand gedrückt, und er durfte sich schließlich auch noch musikalisch mit Reinhard Meys „Gute Nacht, Freunde – Es wird Zeit für mich zu geh’n“ verabschieden. Das Kollegium – von ihm immer wieder wertschätzend als „Dream Team“ bezeichnet - lieferte allerdings am folgenden Abend im privaten Kreis noch ein Abschlusslied nach, ebenso wie ein Fotobuch zur Erinnerung an die vielen Momente an unserer Schule sowie – für den glühenden Bayern München Fan - eine Reise nach München einschließlich Besuch eines Fussballspiels.