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Exkursion zum größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekt Europas – Wirtschaftsgeographen des Berufskollegs St. Michael erkunden Hamburg

Gruppe HamburgMit der HafenCity setzt die Stadt Hamburg europaweit neue Maßstäbe für eine erfolgreiche integrierte Stadtentwicklung, die lokale Bedürfnisse und hohe Anforderungen an Urbanität und Nachhaltigkeit gleichermaßen berücksichtigt. Nachdem sich die Schüler vom Wirtschaftsgeographiekurses des Wirtschaftsgymnasiums der Jahrgangsstufe 12 vom Berufskolleg St. Michael ausgiebig im Unterricht darüber informiert hatten, führte sie nunmehr eine Exkursion nach Hamburg. Unter Leitung vom Diplomgeographen Marco Möllgaard konnte dabei durch eine zweistündige Führung durch die HafenCity ein sehr detaillierter Einblick in das Bauprojekt gegeben werden, das sich auf ein rund 157 Hektar großes Gebiet des ehemaligen Freihafens erstreckt.

Bis voraussichtlich zum Beginn der 2030er Jahre sollen auf dem Areal Wohneinheiten für bis zu 14.000 Personen, bis zu 3.000 Hotelzimmer und Arbeitsplätze für bis zu 45.000 Menschen entstehen. Darüber hinaus wird mit bis zu 10.000 Schülern und Studenten sowie rund 50.000 Kunden und Touristen pro Tag kalkuliert, so dass nach der Fertigstellung über 120.000 Menschen täglich den Stadtteil beleben sollen.

An vielen Beispielen verdeutlichte Möllgaard das Bemühen um ein integratives Zusammenleben in diesem neuen Stadtteil. Sehr beeindruckt zeigten sich die Schüler des Berufskollegs St. Michael von einem bereits realisierten Schulprojekt in der HafenCity, wobei sich der Pausenhof der Schule auf einem Dach des mehrgeschossigen Schulgebäudes befindet. Gruppe Hamburg 2

Da der Klimawandel mit den aktuell erfahrbaren sehr hohen Tagestemperaturen keinen „kalt lassen kann“ stießen die Ausführungen von Möllgaard zum angestrebten Verkehrswegesystem auf ein besonders großes Interesse. Möglichst kurze Verkehrswege in Verbindung mit einem ausgeklügelten Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln (U-Bahn, Bus) sollen den individuellen PKW-Einsatz in der HafenCity weitestgehend unnötig machen. Zur Freude der Schüler gehörte im Rahmen der Führung in diesem Zusammenhang auch eine Probefahrt in der gerade fertig gestellten Verlängerung der Linie 4 der Hamburger U-Bahn.

Auch die Bereitstellung von Fahrrädern soll in der HafenCity dazu ermutigen, kurze Wege mit dem Rad zu erledigen. Durch dieses Konzept wird nicht nur eine deutliche Verringerung der Feinstaubemissionen erreicht, „Hamburg leistet dadurch auch einen nachweisbaren Beitrag zum Klimaschutz“, führte Möllgaard aus.

Neben der geleiteten Führung durch die HafenCity besuchten die Wirtschaftsgeographen auch das neue international herausragende Wahrzeichen von Hamburg, die Elbphilharmonie. Im Januar 2017 eröffnet, bietet sie mit dem frei zugängigen Plaza in einer Höhe von 37 Metern einen wunderbaren Ausblick auf den Hafen, die HafenCity, die Elbe und die weitere Stadt.

 Selfie mit Johannes 1Doch damit nicht genug. Beim abschließenden Gang, am Rande der Speicherstadt trafen die Schülerinnen und Schüler auf den Frontsänger der Band Revolverheld, Johannes Strate, der sich freundlicher Weise für einige Selfies zur Verfügung stellte.

Mit vielfältigen Eindrücken, die in der verbliebenden Zeit bis zu den Ferien auch noch unterrichtlich ausgewertet werden, kehrten die Schüler des Berufskollegs nach Ahlen zurück. Erneut habe sich gezeigt, so Johannes Gröger, der als Fachlehrer die Schüler begleitete, dass spannende Stadtentwicklungsprozesse direkt „vor Ort in Augenschein genommen werden müssen“. Unterrichtliche Prozesse erhalten durch derartige Exkursionen für Schüler eine große Nachhaltigkeit.